Sich keinen Reim auf etwas machen können

 

Das Reimen ist eine gar wohlgefällige Sache; zu einer Verszeile den rechten Reim zu finden, gilt von jeher als höfisches angenehmes Betragen. Seit Walther von der Vogelweide, der Lyriker des 12. Jahrhunderts, seinen Vers schrieb: »Ich saß auf einem Steine und dachte (stützte) Bein mit Beine« haben zahllose Dichter sich in Reimen versucht und mit ihrem Versmaß der Welt einen Begriff von Maß und Formschönheit gegeben. Was sich nicht reimen will, ist »ungereimtes Zeug«, ist Geschwätz, ist außerhalb der Ordnung und voller Widerspruch. »Wie soll ich das wieder reimen?«, fragte der alte Daniel, als ihn Franz Mohr, die »Kanaille« in Schillers »Räubern«, dem man jede Missetat zutraut, nach einem Beichtvater schickt.

 

Edition Schaumberg
Thomas Störmer

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